Am 04.10 machte sich ein Teil der Ruderschwaben auf eine Tages-Wanderfahrt nach Bad Wimpfen auf. Dank Stefanie Wellendorf und Vanessa Kirchhoffs vorbereitender Organisation, konnten wir zeitig um 09:00 Uhr starten.
Wir machten uns mit den Booten Main, Rhein und Apoll, geriggert auf Handsteuer, auf den Weg nach Norden. Dabei wählten wir den Weg durch die Innenstadt und die Wilhelmskanal mit der nötigen Handschleuse. Deren Bedienung hatten einige Teilnehmer zur Sicherheit ein paar Tage vor der Fahrt mit dem Boot Apoll schonmal geübt. Hier sei ein Hinweis erlaubt: Wenn eins der Tore klemmt kann man auf dem Gegentor stehend super mithelfen dieses zu öffnen. Da nur eine Leiter in der Schleuse als Haltepunkt verfügbar ist, empfiehlt sich ein teilweises Öffnen der Wehrklappen und langsameres Schleusen für die Sicherheit.
Nach der Wilhelmsschleuse lag uns der Weg bis nach Neckarsulm offen und wir konnten Meter machen. Der Tag war schon herbstlich und teils regnerisch. Somit packten wir uns alle gut ein. Die Neckarsulmer Schleuse gestaltete sich für manche Boote als kleine Herausforderung, da das Handling des Paddelhackens auch geübt sein will. Hier gab es Gelegenheit dazu. Alles in allem kamen wir aber gut nach Bad Wimpfen durch und kehrten fröhlich ins warme Gasthaus „Meilenstein“ ein. Hier stärkten sich die Teilnehmer bei wirklich gutem bürgerlichem Essen und erfrischenden Getränken.
So waren wir gut für die Rückfahrt aufgestellt. Leider gab es, wahrscheinlich auf Grund des Wetters, keinen Kontakt zu Kollegen des Bad Wimpfener Vereins, wodurch wir zügig die Boote einsetzten und uns nach einem Gruppenbild auf den Weg zurück nach Heilbronn machten.
Die Rückfahrt war für uns alle nochmal eine Probe auf Kälteresistenz und für manche ging es auch ganz schön auf die Arme. Vor allem in den Schleusen mussten müde Arme die Paddelhacken festhalten. Es ging ja bergan. Die graue Kulisse der Heilbronner Industrie schien an so einem trüben Tag noch grauer. So behielten wir den schönen Anblick Wimpfens vom Neckar aus viel lieber im Gedächtnis.
Nach einer kalten Fahrt und einem Rendezvous mit dem Kätchen Touristenboot an der Wilhelmschleuse, wurden wir dort zur Attraktion vieler Schaulustiger. Sehr froh erreichten wir das warme Bootshaus und reinigten die Boote gründlich. Da hatte sich jede Menge Wasser, Abrieb und Herbstlaub gesammelt.
Es war ein sehr gelungener Tag, mit gelebtem Teamgeist, Spaß und schönen Erlebnissen.