Die Heilbronner Ruderschwaben (HRS) waren am vergangenen Wochenende Gastgeber für den Stegausbilder-Lehrgang des Landesruderverbandes Baden-Württemberg (LRVBW). Schwaben-Vorsitzender Bernhard Münzing begrüßte die 18 Teilnehmer aus 8 verschiedenen Rudervereinen im neuen Bootshaus, das nun auf der anderen Uferseite zwischen Wertwiesen-Park und Freibad liegt.
In den neuen, gut ausgestatteten Räumlichkeiten startete Wolfgang Fritsch, Referent, Stellvertretender Vorsitzender des Landesruderverbandes Baden-Württemberg (LRVBW) und für das Ressort Bildung und Sportentwicklung verantwortlich, mit der Theorie: Was macht Rudern aus? Wie vermittle ich Rudern? In der anschließenden Praxis-Einheit ging es für die Teilnehmer aufs Wasser. Die Elemente des Rudern Lernens und die Übungen zur Verbesserung des Bewegungs- und Bootsgefühls wurden im Selbstversuch in Mannschaftsbooten durchgeführt. Der Nachmittag stand im Zeichen des Rudern-Sehens. Video-Aufnahmen, die am Vormittag entstanden waren, wurden gemeinsam ausgewertet. „Ein gut eingestelltes Boot hilft den Anfängern beim Rudern Lernen.“ erklärt Fritsch. Am Anfang sollen Ausbilder vor allem auf die richtige Handführung achten, da Fehlhaltungen zu Beschwerden in Handgelenken, Schultern und Nacken führen und damit die Freude am Rudern beeinträchtigen können.
Rudervereine in Baden-Württemberg haben steigende Mitgliederzahlen. „Die größten Zuwächse gibt es durch erwachsene Quereinsteiger in der Altersgruppe der 45-65-Jährigen“. Ein Grund für Fritsch diese Stegausbilder-Lehrgänge direkt vor Ort in die Vereine zu bringen, um engagierte Mitarbeitende für die Vereins-Ruderausbildung im Erwachsenenbereich zu qualifizieren.
„Der Ausbilder lebt die Faszination der Sportart vor, informiert über die Vielfalt des Rudersports, vermittelt grundlegende Elemente, Kenntnisse und Fähigkeit und schafft es außerdem, dass die Ruderanfänger Freude und Spaß beim Lernen haben“, beschreibt Fritsch die grundlegenden Aufgaben eines Ausbilders im Verein.
„Es darf nicht wie auf dem Kasernenhof zugehen. Die Lernenden sollten freundlich und zielgruppengerecht angesprochen werden, der Ausbilder sollte Bewegungen auch demonstrieren können und immer wieder Aufgaben stellen und Anreize schaffen“. Ziel sollte sein, dass die Teilnehmer Rudern selbstständig ausüben können und gemeinsam mit anderen rudern können. Sie sollten so ausgebildet werden, dass eine Ruderausfahrt sicher für Ruderer und Material erfolgen kann und keine Überlastungen und Überforderungen entstehen.
Text: Heike Breitenbücher, Fotos: Wolfgang Fritsch
Dieser Beitrag erscheint ebenfalls auf der Seite des Landesruderverbands unter diesem Link.