Erste Woche Corona-Training
Heilbronner Rudergesellschaft "Schwaben" e.V. Heilbronner Rudergesellschaft Schwaben - Der Ruder-Verein im Raum Heilbronn

Nachdem am Wochenende vom 14. und 15. März 2020 die Corona-Lage sich in Deutschland erheblich veränderte und auch die ersten Beschlüsse in Kraft traten, so zum Beispiel einerseits, dass die Schulen ab Dienstag geschlossen werden sollten, andererseits aber auch schon die Schließungen einiger Sportvereine, darunter auch Ruderclubs, zu sehen waren, wurden wir am Wochenende informiert, es werde nun zunächst der Kraftraum geschlossen und es sei noch ungewiss, wie der weitere Sportbetrieb im Ruderverein weiterhin geregelt würde, wir würden allerdings informiert, sobald es Neuigkeiten gäbe.

Zunächst noch guten Mutes, nun, da ja keine Schule sein würde, täglich trainieren gehen zu können, unter Umständen sogar mit vielen Rudereinheiten wenn denn der Kraftraum schon geschlossen sein würde, sollten diese vorfreudigen Hoffnungen, die wir uns am Samstag noch zu haben erlaubten, doch bereits am Sonntag und spätestens am Montag, als Trainer Ivan Reder in einer Mail das Training für die kommenden Wochen absagte, nun endgültig zunichte gemacht worden sein.

Am Sonntag kam auch die Nachricht, man könne sich, insofern man denn nicht schon eines besäße, als Rennruderer ein Ruderergometer aus dem Kraftraum für die Heimtrainingszeit mit in die eigenen vier Wände nehmen, was dann auch von immerhin drei Personen, namentlich Maximilian Kern, Jakob von Heesen und mir, Luis Denzel, in Anspruch genommen wurde.

Frisch ausgestattet konnten wir uns also ins Heimtraining stürzen, was, neben den ganzen bereits in der Schule neu dazugewonnenen Freiheiten in der Tagesplanung, selbstverständlich noch ein weiteres Element im alltäglichen Stundenplanpuzzle darstellte, immerhin waren wir alle bis vor kurzer Zeit noch nicht gewohnt, so frei über unsere Zeit verfügen zu können und andererseits doch die Bürde der schulischen, sportlichen und auch sonstigen produktiven Pflichten auferlegt bekommen zu haben. Doch wenigstens eine Konstante konnten wir, neu hinzugekommen, in unserem Leben begrüßen: Heike Breitenbüchers Blog mit motivierenden Worten und Trainingsanweisungen, der täglich um 8 Uhr auf https://www.gesundheitssportrudern-in-marbach.com/ unter der Rubrik „Corona Squad“ erscheint und interessante Einblicke, auch für Leute, die nicht jeden Tag den Trainingsplan abarbeiten, zu bieten hat.

Also wurde fleißig trainiert und nun ist es hier noch kurz an mir, von meiner ersten Woche an neu gewonnenen Trainingserfahrungen zu berichten:
Zunächst einmal ist zu betonen, dass es hier in keinster Weise das Ziel der Trainingspläne ist, zu 100% ruderspezifisch zu trainieren sondern viel mehr, den Spaß am Sport durch abwechslungsreiches Training und bereichernde Zwischeneinlagen zu fördern. Wer jetzt denkt, das klinge doch nach entspannten Stunden, der liegt leider falsch. Die Einheiten bringen teilweise auch so manchen Leistungssportler an die Grenzen, bieten allerdings immer die Möglichkeit zur Variation, sodass im Endeffekt für jeden etwas dabei ist, der denn will. So wird jeden Tag aufs Neue entweder in den eigenen vier Wänden oder im Garten/auf dem Balkon Ergometer gefahren oder alternativ Koordinations- oder Rumpfkrafttraining gemacht. Zur Abwechslung geht es für mich in die Weinberge zum Laufen, was auch ganz gut ist um mal rauszukommen und glücklicherweise nicht den deprimierenden Faktor hinzufügt, den Neckar und das spiegelglatte Wasser bei perfekten Bedingungen dank Ruderverbot vom Fahrrad aus bestaunen zu müssen.

Unterm Strich könnte man also sagen: Bis auf den Fakt, bei idealen Bedingungen nicht Rudern zu gehen hätte es, stand jetzt, schlimmer kommen können. Also gilt die Devise: Fit halten und daheim fleißig sein, dann läuft es auch wieder gut, wenn wir alle wieder ins Boot steigen und den Neckar unsicher machen können.

Bis dahin: frohe Quarantäne noch allerseits!